Erst überwinden wir den Kapitalismus, dann holen wir uns den Fußball zurück!

Hallo Fußballfans,noch immer ist unser Alltag geprägt durch Hygiene- und AHA-Regeln, Social Distancing und Quarantäne. Mittlerweile kennen die meisten von uns Herrn Drosten und das RKI, kennen die Unterschiede zwischen einer Behelfs- und einer FFP2-Maske, wissen wie eine gründliche Handdesinfektion ablaufen sollte. Ein großer Teil unseres Lebens findet nur noch auf Online-Plattformen statt. Damit können wir unseren liebsten Menschen zumindest ein wenig nahe sein, unsere Schulaufgaben erledigen oder an Seminaren der Uni teilnehmen. Hier wird bereits ein Teil der Problematik sichtbar. Menschen, die ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung haben, im Besitz eines Smartphones, Tablets oder PCs sind, können sich diesen Luxus der digitalen Nähe leisten, alle anderen bleiben, wie viel zu häufig, auf der Strecke. Die Corona Pandemie stellt die Dinge auf den Kopf, grundlegende Probleme in diesem System werden jeden Tag sichtbarer und der Kapitalismus zeigt sein ungeschöntes Gesicht. In allen Bereichen, auch im Profifußball, wird deutlich, dass es so nicht weiter gehen kann und darf. Es ist kein Geheimnis, dass uns Fußballfans immer wieder Hürden in den Weg gestellt werden, wir ständiger Repression ausgesetzt sind oder uns andere Probleme vor die Füße geworfen werden. Schon immer haben wir versucht, klar zu kommen, kritisch hinterfragt, Missstände aufgezeigt und gegen das bestehende System gekämpft. Ein bitterer, unermüdlicher Kampf nicht nur durch uns, sondern unzählige Fanszenen weltweit. Mittlerweile scheint es, als würden selbst die systemtreusten Kapitalismusliebhaber*innen merken, dass die Probleme des Fußballs auf ein und dasselbe Thema zurückzuführen sind. Plötzlich wird über eine “gerechtere” Verteilung von Fernsehgeldern diskutiert. Transfersummen und Gehälter werden in Frage gestellt. Kann es also wirklich sein, dass den Funktionär*innen, Vorständen, Manager*innen, dem System Profifußball klar geworden ist, dass sich etwas verändern muss? Die Antwort ist leider ernüchternd und leicht vorhersehbar – Nein. Wir möchten hiermit nicht das Engagement, die Arbeit und den Willen der vielen Menschen kleinreden, welche sich immer wieder an einen “Runden Tisch” nach dem nächsten setzen, um die Dinge positiv zu verändern. Wir begrüßen die aktuelle Entwicklung und Initiativen wie z.B. “Unser Fußball” inklusive ihrer Reformbemühungen. Uns allen sollte jedoch bewusst sein, dass zwar eine Handvoll Symptome des Kapitalismus, nicht aber die Ursachen bekämpft werden. Der Kapitalismus wird in seine Schranken gewiesen, er setzt zeitweise eine vermeintlich gerechtere Maske auf, die Wogen werden geglättet, damit Fans zukünftig wieder ins Stadion gehen, anstatt sich komplett abzuwenden und dann ist wieder alles im Lot. Mitnichten, denn die Ursachen, die grundlegende Problematik ist dadurch nicht verschwunden sondern bleibt bestehen. Auch hier möchten wir deutlich erwähnen, dass Reformbemühungen nicht falsch sind. Jede noch so kleine, positive Veränderung ist gut und wichtig, denn so können Menschen erst erkennen, dass es auch anders geht, dass Veränderung, ja vielleicht sogar ein besserer und gerechterer Fußball möglich ist. Jede Veränderung liefert die Basis einer möglichen Bereitschaft zur Kapitalismuskritik und somit auch für grundsätzlichen Wandel. Eine gute Kritik benötigt zunächst einmal eine Definition dessen, was kritisch betrachtet werden soll. Was hinter dem großen Begriff “Kapitalismus” steckt möchten wir mit folgender, kurzer Definition erläutern:Beim Kapitalismus handelt es sich um ein Wirtschaftssystem. In diesem System ist der größte Anteil des Arbeitens/Wirtschaftens auf einen Profit ausgerichtet. Wichtig zu erwähnen ist jedoch, dass in diesem System nicht direkt für die Bedürfnisse von Menschen produziert wird, denn produziert wird ausschließlich für den zahlungsfähigen Bedarf. Um dies Anhand eines Beispiels zu erklären: Ein Unternehmen füllt Trinkwasser nicht in Flaschen ab weil Menschen Durst haben und dies ein Grundbedürfnis der Menschen ist. Ein Unternehmen füllt Trinkwasser ab, damit es dieses an die Menschen verkaufen, also Profit generieren kann. Fabriken, Grundstücke, Rohstoffe etc. sind Produktionsmittel, welche sich fast ausschließlich in Privatbesitz befinden, wodurch der Großteil der Bevölkerung kein Mitspracherecht hat, bzw. nicht mitentscheiden darf, was und wie produziert wird. Der Großteil der Bevölkerung hat somit nur die eigene Arbeitskraft zur Verfügung und ist gezwungen diese zu verkaufen, um überleben zu können. Die Menschen sind von ihrem Lohn abhängig und dem Arbeitsmarkt vollständig ausgeliefert. Mithilfe der Definition möchten wir nun anhand einiger Beispiele deutlich machen, wie dieses Wirtschaftssystem den Fußball, uns einzelne Fans, als auch die gesamte Fanszene betrifft. Laut Definition sind wir alle durchweg Teil des kapitalistischen Systems und haben kaum eine Chance, der Verwertungslogik im Fußball zu entkommen. Verwertungslogik ist für den kapitalistischen, profitorientierten Fußball das absolute Zauberwort. Es wird alles verwertet um daraus Profit zu erzielen oder das angebotene Produkt “Profifußball” noch attraktiver zu gestalten um, wer hätte es anders erwartet, erfolgreicher verkaufen zu können. Wenn wir sagen alles wird verwertet, dann meinen wir auch alles.Auf den ersten Blick offensichtlich sind die überteuerten Ticketpreise und Merchandise in allen Variationen. Du willst nicht nur dich selbst, sondern auch deinen gesamten Haushalt mit deinem Vereinswappen ausstatten? Kein Problem, denn der Verein deines Vertrauens ist für dich da. Bettwäsche, Handtücher, Badelatschen, Quietsche-Ente, Duschgel, Zahnputzbecher und passende Zahnbürsten, Gläser, Tassen, Besteck, Müslischalen, Salzstreuer, Brotdosen, Aschenbecher, Fußmatten, Zimmerlampen,… Wir könnten ewig so weiter machen aber es ist sicher deutlich geworden worauf wir hinaus wollen. An diesem Punkt ist es wichtig genau hinzuschauen, wer oder was kritisiert werden sollte. Es ist nicht der Verein oder die Merchandise-Abteilung, denn diese sind im Kapitalismus ebenso gefangen und haben keine andere Wahl als alles zu versuchen, um Profit zu generieren. Wie soll Verein XY, ohne das nötige Kleingeld, neue Spieler*innen verpflichten und den Verein am Laufen halten? Natürlich wäre es wünschenswert, wenn unsere Fortuna bei alldem nicht mitmachen würde, doch dann können wir direkt wieder Kreisliga spielen oder den Laden gleich komplett dicht machen. Das Problem ist leider nicht Person oder Vorstand XY, denn dann wäre die Lösung ganz einfach. Wir tauschen im Profifußball die komplette Führungsebene aus und alles wird besser. Doch auch diese Menschen müssen im kapitalistischen System zurechtkommen. Kleine positive Veränderungen sind natürlich möglich, doch wie bereits zuvor erklärt: Symptome werden bekämpft nicht die Ursache. An Symptomen mangelt es definitiv nicht. Digitale Bandenwerbung, die Eckball-Präsentation, der Torjubel, Zuschauer*innenzahlen präsentiert von…, die Zerstückelung der Spieltage, Fernsehrechte und Fernsehgelder, Transfersummen, Fans und Ultras. Ja, ihr habt richtig gelesen. Auch wir gehören in diese Auflistung. Wir sind Teil des Systems und halten es am Leben, egal ob

Proteste vom 23.1.

Hallo Fortuna Fans,hallo Düsseldorfer*innen Leider wurde unser kreativer Protest heute bereits früh von den Cops verhindert. Während die Pandemie Leugner*innen und Faschist*innen in unserer schönen Stadt scheinbar eine gewisse Narrenfreiheit haben, weiß die Staatsmacht mal wieder wo der Feind steht. So wurden die von uns und anderen Antifaschist*innen gestalteten Banner direkt wieder von den Cops entfernt. Antifaschist*innen wurden kontrolliert oder erhielten Platzverweise. Wie heißt es so schön: „der Staatsschutz ermittelt“. Im weiteren Verlauf wurde der Gegenprotest eingekesselt, während sich Nazis und Co. ohne Abstand und Masken frei auf dem Johannes-Rau-Platz bewegen und ihre rassistische und antisemitische Scheiße verbreiten konnten.Der heutige Tag hat wieder mal gezeigt, dass Cops kein „Freund und Helfer“ sind. Auch ohne all die aufgedeckten rechten Strukturen innerhalb des Polizeiapparats war dies nicht anders zu erwarten.Eure Kontrollen und Schikanen werden uns niemals von unserem Kampf abhalten, weder im Stadion noch auf der Straße!BRD Bullenstaat wir haben dich zum kotzen satt! Der heutige Tag zeigt uns jedoch auch einmal mehr wie wichtig organisierter antifaschistischer Protest ist. Leider war der Tag kein Erfolg für uns. Wir müssen wieder anfangen unsere gemeinsame Kraft zu bündeln, wir müssen uns organisieren, wir müssen gemeinsam das braune Pack aus unserer Stadt jagen. Nur wenn wir zusammen auf den Straßen stehen, können wir dem entgegenwirken.Wir möchten uns bei allen Antifaschist*innen bedanken, welche unserem Aufruf gefolgt sind und heute gegen Nazihools und Coronaleugner*innen protestiert haben! Dissidenti Ultra

Aufruf für den 23.01.

Hallo Fortuna Fans, während die Pandemie weiterhin unser aller Leben fest im Griff hat und täglich tausende Menschen an Covid19 sterben, geben die Pandemie Leugner*innen nicht auf. Am Samstag den 23.01.2021 finden erneut zwei Veranstaltungen in Düsseldorf statt.Die Gruppe „Querdenken211“ mobilisiert ab 14.30 Uhr zu einer Demonstration welche am Corneliusplatz starten wird.Die extrem Rechte Gruppierung „Klartext 20/21“ ruft bereits um 14 Uhr zu einer Kundgebung auf dem Johannes Rau Platz auf, zu der sich bereits rechte Hooligans und Neonazis angekündigt haben.Die Gruppe „Hooligans Europe United“ hat für 12 Uhr einen öffentlichen Treffpunkt am Düsseldorfer HBF ausgerufen. Von dort wollen sie zum Johannes Rau Platz laufen um sich der „Klartext 20/21“ Kundgebung anzuschließen. Einen organisierten Gegenprotest wird es diesmal leider nicht geben, trotzdem rufen wir euch dazu auf den antisemitischen Verschwörungsgläubigen und der extremen Rechten nicht einfach die Stadt zu überlassen. Werdet kreativ und zeigt den Faschist*innen dass sie hier nicht willkommen sind! Passt auf euch auf und bleibt Gesund. Love Fortuna, hate fascism Dissidenti Ultra

Aufruf für den 6.12.

Hallo Fortuna Fans, während wir weiter brav zu Hause sitzen und nur noch unter der Dusche all die schöne Fangesänge trällern, gehen Woche für Woche selbsternannte Querdenker*innen, Antisemit*innen, Nazis und rechte Hooligans auf die Straße um Verschwörungstheorien und rechte Ideologien zu verbreiten.Unsere schöne Stadt ist dabei zu einem Hotspot von Corona Leugner*innen geworden. Auch Bundesweit ist die Gruppe „Corona Rebellen Düsseldorf“ immer vorne mit dabei. Für den 06.12. hat die Gruppe „Querdenken“ nun erneut eine Versammlung in Düsseldorf angemeldet, für die Bundesweit mobilisiert wird. Zu dieser Versammlung rufen u.a auch die extrem rechten Hooligan Gruppierungen „Hogesa“ und „Gemeinsam sind wir stark“ auf.Die Band Kategorie C und ihr Sänger Hannes Ostendorf haben bereits angekündigt auch nach Düsseldorf zu kommen und mobilisieren ebenfalls.Es ist davon auszugehen das es am 06.12.2020 zum größten Naziaufmarsch in Düsseldorf seit 2006 kommt. Wir sind uns bewusst das demonstrieren in Zeiten einer Pandemie ein Risiko darstellt, nicht alle von uns können und wollen derzeit auf der Straße aktiv sein. Trotzdem finden wir es wichtig den Nazis nicht die Stadt zu überlassen! Beteiligt euch am Gegeprotest von „Düsseldorf stellt sich Quer“ (https://duesseldorf-stellt-sich-quer.de/keinen-meter-fuer-querdenken/) oder werdet anders kreativ. Lasst uns den Antisemit*innen, Reichsbürger*innen, rechten Hooligans und Nazis zeigen das sie hier nicht willkommen sind!Solidarisch, entschlossen und mit Mundschutz! Dissidenti UltraHypers 2001antirasisters

Aufruf zum Gegenprotest am 31.10.2020

Hallo Fortuna Fans, Die Corona-Pandemie hat alles fest im Griff. Während sich (hoffentlich) die meisten von euch an die wichtigen AHA-Regeln halten, tummeln sich Woche für Woche etliche Corona Leugner:innen in unserer schönen Stadt. Darunter Antisemit:innen, Verschwörungsgläubige und Nazis.Seit kurzem geistert nun ein Aufruf von Hogesa durch das Internet, welcher u.a von Dominik Roeseler verbreitet wird.Darin wird dazu aufgerufen sich am Samstag 31.10.2020 bei der Demonstration der selbsternannten „Corona Rebellen Düsseldorf“ zu beteiligen.In der Vergangenheit haben auch Personen der Düsseldorfer Hooliganszene an Aktionen von Hogesa teilgenommen. Wir werden dies auch weiterhin nicht akzeptieren und die Demo am Samstag beobachten. Sich kritisch mit den derzeitigen Corona-Maßnahmen auseinanderzusetzen ist sicherlich absolut legitim. Wer dies allerdings zusammen mit Antisemit:innen und Nazis tut, ist Teil des Problems und nicht der Lösung! Das Bündnis „Düsseldorf stellt sich quer“ ruft ab 14 Uhr zum Gegenprotest auf. Treffpunkt ist am KIT (Mannesmannufer 1b). Maske nicht vergessen! Passt auf euch auf und kommt gesund durch die kalte Jahreszeit.Wir sehen uns auf der Straße! Dissidenti  UltraHypers 2001

STELLUNGNAME ZUR WEITERFÜHRUNG DER BUNDESLIGA

Nun ist es also beschlossene Sache: Die Fußball-Bundesliga soll in der nächsten Woche ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen, unsere Fortuna spielt am Samstag, den 16.05., um 15:30Uhr gegen den SC Paderborn. So wie auch dieses sollen alle Spiele der laufenden Saison dabei als sogenannte „Geisterspiele“ durchgeführt werden.Unserer Meinung nach ist dies jedoch keineswegs ein Anlass zu großer Freude, denn was in den Medien als „Teilrückkehr zur Normalität“ oder „wichtigen, positiven Impuls in der momentanen Krise“ berichtet wird, ist alles andere als „normal“ oder ein „wichtiger Impuls“. Die DFL hat aufgrund der Corona-Krise Maßnahmen beschlossen, wie sich Spieler, Trainerstäbe und Medien rund um die Spieltage und während der Trainingswoche zu verhalten haben. Positive Tests bei den Bundesliga-Profis werden nicht etwa mit der Sorge zur Kenntnis genommen, dass dies nur der Anfang einer Reihe von COVID-19 Infektionen in der Bundesliga sein könnte, sondern wird abgefeiert, da die „Mechanismen und Pläne der DFL“ greifen. Dass wir in dieser Zeit an einen Punkt gelangen, in der sich tatsächlich über positive Tests gefreut wird, zeigt die Perversion, Kälte und Endstufenkommerzialisierung des gesamten Profifußballs. Während sich KrankenpflegerInnen, Menschen im Einzelhandel und viele, viele andere als „systemrelevant“ bezeichnete im Kampf gegen das Virus und seine Auswirkungen täglich an vorderster Stelle befinden, ging es in den letzten Tagen nur noch darum, ob es möglich ist, einen Rahmen zu finden, in dem sich 22 Menschen auf einen Ball konzentrieren, während dies in knapp 200 Ländern übertragen wird. Während beispielsweise Pflegekräfte also seit Jahren für verbesserte Arbeitsbedingungen kämpfen müssen, nutzt der Profifußball seine anscheinend große Lobby in der Politik aus, um vor allem wegen wirtschaftlicher Interessen den Spielbetrieb weiterlaufen zu lassen. Es ist nicht in Ordnung, dass die Maschinerie des Profifußballs aufs Erbrechen weitergeführt wird, während „Systemrelevante“ sich teils unter unfairen Lohnbedingung strecken müssen, damit wir weiterhin wie gewohnt Einkaufen oder medizinische Versorgung in Anspruch nehmen können. Der Profifußball hätte in dieser Zeit die Chance gehabt, sich solidarisch mit allen Menschen zu zeigen, auf die es wirklich ankommt. Stattdessen sollen bis Ende der Spielzeit 20.000 Tests dafür aufgebracht werden, um die Beteiligten dieses großen Zirkus auf eine mögliche Infektion zu testen, während diese an anderer Stelle mit an 100% angrenzender Wahrscheinlichkeit nötiger gebraucht werden. Auch wenn uns allen der Verein Fortuna Düsseldorf verbindet und unsere Leben bis in den März diesen Jahres Woche für Woche entscheidend geprägt hat, so dürfen wir den Profifußball nicht überschätzen. Viel zu wenig wird auf das Schicksal tausender Amateur- und halbprofessioneller Vereine eingegangen, welche weitaus schwerwiegendere Konsequenzen fürchten, als eine Aktiengesellschaft, die sich um den Kurs an der Börse sorgen macht. Es ist den Hunderttausenden von Menschen, die hobbymäßig im Verein Fußball spielen, nicht fair gegenüber, dass man so sehr den bezahlten Fußball fokussiert und nur beiläufig erwähnt, dass man in NRW ab dem 30.05. „ja auch wieder in Amateurwettbewerben“ spielen darf. Dass es für den Amateurfußball keine gemeinsam koordinierte Linie gibt, ist an Lächerlichkeit schwierig zu übertrumpfen. Der Fußball sollte in dieser Zeit zusammenstehen. Durch die kommende Spiele in der Bundesliga ist jedoch der Beweis erbracht, wie weit sich der Profifußball von seinen beiden Basiselementen entfernt – dem Amateurfußball, dessen Vereine auch in ihren Breitensportabteilungen weiterhin eingeschränkt sein werden, sowie uns: den Fans. Statt wie die DFL und ihrer anscheinend riesigen Lobby in der Politik problemorientiert zu argumentieren, sollte man lösungsorientiert denken. Ein sofortiger Stopp der Bundesliga, die Ernennung des aktuellen Tabellenersten Bayern München zum deutschen Meister sowie eine Aussetzung des Abstiegs und die Aufstockung auf 20 bzw. vielleicht sogar 21 Teams wäre eine für alle 36 DFL-Klubs definitiv ein besserer Kompromiss als das, wie es momentan gelöst werden soll. Das Vorziehen einer Drittliga-Reform zur nächsten Saison, die ja vielleicht sowieso wieder zweigleisig gestaltet werden soll, wäre den momentan auf den in dieser Liga auf den Abstiegsplätzen befindlichen Teams gegenüber eine mögliche und faire Lösung. Der Aufstieg aller Meister der Regionalligen, wie es von Fan-Initiativen schon länger gefordert wird, und eine Neumodellierung der darunter folgenden Staffeln wird auch von vielen Amateurklubs bevorzugt. So gäbe es immerhin ein halbwegs gleiches Recht für alle Vereine, die eine Fußballabteilung besitzen. Durch die momentane Idee bleiben die kleinen Vereine allesamt auf der Strecke. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Bundesliga-Klubs aus diesen Zeiten die richtigen Schlüsse ziehen und einsehen, was viele aktive Fans bereits erkannt haben: Die Bundesliga ist nicht unfehlbar, sie ist nicht unbesiegbar und sie ist auf gar keinen Fall in ihrer jetzigen Form unverzichtbar. Fußball ohne seine Fans und ohne seine Basis ist kein Fußball. Für Solidarität im gesamten Fußball – Gegen Geisterspiele Dangermouth Football CrewantirasistersHypers2001Dissidenti UltráCasual Punx

Stellungnahme zur geplanten Wiederaufnahme des Spielbetriebs

Hallo Fortuna Fans, mit Wut verfolgen wir zurzeit die Diskussion um eine Wiederaufnahme der aktuellen Bundesliga Saison. Seit letzter Woche wird darüber berichtet, dass die DFL plant die Saison mit Geisterspielen zu Ende zu bringen. Dass Fußball ohne uns Fans stattfindet, ist mit Sicherheit nicht in unserem Interesse, viel wütender macht uns jedoch der Fakt, dass laut diversen Medienberichten alle Spieler der Bundesliga und 2. Bundesliga vor jedem Spieltag auf Covid 19 getestet werden sollen. Derzeit arbeiten die Labore auf der ganzen Welt rund um die Uhr um überhaupt die vielen nötigen Tests auswerten zu können. Während viele Menschen in Deutschland und dem Rest der Welt auch trotz Symptomen nicht getestet werden können, hält die DFL es also für sinnvoll eine riesige Anzahl an Test durchzuführen. Laut ARD Sportschau wären dies ca. 20.000 Tests bis Saisonende! Wie genau das funktionieren soll ist noch offen. Der DFL und den Vereinen geht es dabei nicht um die Gesundheit der Spieler und deren Familien, sondern lediglich um wirtschaftliche Aspekte. Während viele kleine Betriebe derzeit gezwungen sind, den Betrieb ruhen zu lassen, soll das Geschäft Fußball weiterlaufen, koste es was es wolle.Fußball verbindet, heißt es so oft, doch das Geschäft Fußball spaltet. Während die großen Vereine der Bundesliga wohl finanziell in der Lage wären eine gemeinsame solidarische Lösung zu finden, müssen viele Amateurvereine derzeit wirklich um ihre Existenz bangen. Fußballer, welche Millionen verdienen, werden dafür gefeiert, dass sie auf einen Teil ihres Gehalts verzichten während viele unserer Freund*innen aufgrund von Kurzarbeit gerade ernsthafte finanzielle Probleme haben. Uns ist bewusst, dass die Lage gerade verzwickt ist, doch so sehr wir den Fußball lieben, so sehr wir unsere glorreiche Diva vermissen, eine Wiederaufnahme der aktuellen Saison unter diesen Voraussetzungen ist für uns nicht hinnehmbar. Auch von unseren Vereinsverantwortlichen erwarten wir hier eine klare Haltung. Tests für diejenigen die sie benötigen – auch wenn dies bedeutet, dass die Saison abgebrochen werden muss.Seit Jahren prangern wir Fans die zunehmende Kommerzialisierung des Fußballs an; statt in diesen Zeiten also einfach auf Biegen und Brechen weiter zu machen, sollten wir die Zeit vielleicht besser dafür nutzen neue Wege zu denken. Auch unser Verein lebt nicht durch seine Spieler oder die Funktionär*innen. Er lebt durch uns Fans, wir sind Fortuna, wir sind der Verein. Das sollten wir besonders jetzt nicht vergessen. Love Football, hate Capitalism! Dissidenti Ultra antirasisters Casual Punx

Solidarität für alle!

Wir haben heute mehrere Transpis in der Stadt aufgehängt. Auch wenn das gewohnte Leben momentan zum Stillstand gekommen ist, gibt es doch einige Themen zu denen wir uns gerne äußern möchten. Zuerst möchten wir unseren Dank aussprechen an all die, die „das Rad am Laufen“ halten. Gerade zeigt sich deutlich, dass Berufsgruppen wie Pflege, Einzelhandel oder Soziale Arbeit für uns alle wichtig sind und auch dementsprechend behandelt werden sollten. Wir glauben, dass eine „faire Bezahlung“ nicht ausreichen wird (Auch wenn wir diese begrüßen würden). Der Kapitalismus und seine Verwertungslogik müssen überwunden werden! Mit Entsetzen müssen wir feststellen, dass auch in Zeiten von Corona, Hilfe weiterhin abhängig von der Herkunft ist. Die Menschen an den Europäischen Außengrenzen und in den griechischen Lagern haben keine Möglichkeit sich vor dem Virus zu schützen. Jeder Mensch hat ein Recht auf Hilfe, deshalb sagen wir auch deutlich #LeaveNoOneBehind Refugees Welcome! Dissidenti Ultra