Solidarität für alle!

Wir haben heute mehrere Transpis in der Stadt aufgehängt. Auch wenn das gewohnte Leben momentan zum Stillstand gekommen ist, gibt es doch einige Themen zu denen wir uns gerne äußern möchten. Zuerst möchten wir unseren Dank aussprechen an all die, die „das Rad am Laufen“ halten. Gerade zeigt sich deutlich, dass Berufsgruppen wie Pflege, Einzelhandel oder Soziale Arbeit für uns alle wichtig sind und auch dementsprechend behandelt werden sollten. Wir glauben, dass eine „faire Bezahlung“ nicht ausreichen wird (Auch wenn wir diese begrüßen würden). Der Kapitalismus und seine Verwertungslogik müssen überwunden werden! Mit Entsetzen müssen wir feststellen, dass auch in Zeiten von Corona, Hilfe weiterhin abhängig von der Herkunft ist. Die Menschen an den Europäischen Außengrenzen und in den griechischen Lagern haben keine Möglichkeit sich vor dem Virus zu schützen. Jeder Mensch hat ein Recht auf Hilfe, deshalb sagen wir auch deutlich #LeaveNoOneBehind Refugees Welcome! Dissidenti Ultra

Stellungnahme zur SPIELABSAGE

Das Spiel für heute wurde abgesagt. Wir begrüßen diese Entscheidung, fordern die DFL aber auf, möglichst schnell Klarheit zu schaffen, wie es weiter geht. In der derzeitigen Situation scheint uns ein Abbruch der Saison die beste Alternative zu sein. Da wir vor dem Zeitpunkt der Absage bereits fleißig waren, möchten wir euch auf unsere Spruchbandaktion mit den antirasisters aufmerksam machen. Während in Zeiten von COVID-19 hierzulande zu Solidarität untereinander aufgerufen wird, sind Geflüchtete an den europäischen Grenzen weiterhin unmenschlichen Bedingungen hilflos ausgesetzt. Aufgrund der schon jetzt schlechten medizinischen Versorgung drohen dort nun außerdem Zustände, die wir uns nicht ausmalen wollen. Wir fordern daher Solidarität mit allen hilfsbedürftigen Menschen! Dissidenti Ultra

Stellungnahme

Vor rund einer Woche begann die Türkei unter Erdogan einen völkerrechtswidrigen Krieg gegen die kurdische Selbstverwaltung und demokratische Gesellschaft in Nordsyrien. Übereinstimmend berichten Medien bereits nach wenigen Tagen von hunderten Toten, zivilen Opfern und hunderttausenden Menschen, die auf der Flucht sind. Die kurdische Frauenrechtlerin und Politikerin Havrin Khalaf von der syrischen Zukunftspartei wird von einer islamistischen Miliz der türkischen Armee brutal gefoltert, vergewaltigt und ermordet. Währenddessen gelingt es hunderten Daesh-Terrorist*innen und islamistischen Milizen aus der Gefangenschaft zu entkommen. Dörfer, zivile und medizinische Infrastrukturen werden angegriffen. Wir verurteilen diese Aggressionen auf Schärfste. In diesem Zusammenhang haben die Spieler Kenan Karaman und Kaan Ayhan sich an einem Gruppenbild zum Zweck eines Grußes an das türkische Militär beteiligt. Gemeinsam mit der türkischen Nationalmannschaft, inklusive aller Spieler und dem Stab des Teams, wurde den „tapferen Soldaten und Märtyrern“, so der Wortlaut des türkischen Fußballverbandes, auf Instagram Solidarität bekundet. Wir begrüßen es, dass Fortuna Düsseldorf in Person von Lutz Pfannenstiel pro-aktiv auf beide Spieler zuging und dort die in der Satzung verankerten Werte des Vereins vertrat. Die daraus resultierende Stellungnahme ist jedoch extrem schwach und versucht sich gegen den geringsten Widerstand aus einer unangenehmen Situation zu winden. Insbesondere dann, wenn Fortuna sich mehr oder weniger vor einen Propagandakarren spannen lässt und versucht, die Geste zu entpolitisieren – was jedoch absolut misslingt. Ein geschlossener Gruß an die Front kann nicht unpolitisch sein. Fortunas Stellungnahme ist unentschlossen, feige und zeigt wenig bis gar keine Haltung. „Halbangst“ hat hierzu eine ausführliche und gelungene Stellungnahme verfasst. Pfannenstiels Telefonat blieb zumindest nicht ohne Wirkung. Kaan Ayhan und Kenan Karaman haben sich selbst noch nicht öffentlich zu der Thematik geäußert. Laut der Stellungnahme von Fortuna möchten die Spieler ihre Geste als unpolitischen Gruß verstanden wissen, der die Hoffnung ausdrücken soll, die an dem völkerrechtswidrigen militärischen Angriff beteiligten Soldat*innen kämen unverletzt zurück in ihre Heimat. Es bleibt unklar wie beide zum Konflikt stehen, ob sie unter Druck handelten und ob der Gegendruck von Fortuna sie zur Reflexion bewegt hat. Fakt ist, sie haben – gegen einige Widerstände aus der Mannschaft und der Türkei – den Gruß beim folgenden Spiel gegen Frankreich verweigert. Trotzdem bleibt der Versuch einer Entpolitisierung der Geste durch den Verein weichgespülte PR-Rhetorik. Vor allem, da sich die Spieler bisher selbst nicht gegen den Krieg positioniert haben, was im Einklang mit Fortunas Werten und der Satzung absolut notwendig wäre, da dieser für die Menschen vor Ort verheerende Angriff das Völkerrecht mit Füßen tritt. Wir hoffen, dass Gespräche mit Verein und Spielern in den kommenden Tagen Licht ins Dunkle bringen werden. All diejenigen, die nun ihre Chance wittern, die Kommentarspalten in den sozialen Medien mit rassistischer Scheiße vollzumüllen sei gesagt, dass wir auch dafür nur Abscheu übrighaben. Ihr denkt in denselben Mustern der Menschenverachtung, Minderwertigkeit anderer und Ungleichheit. Für euch ist kein Platz bei Fortuna Düsseldorf Antirasisters Dangermouth Football Crew Dissidenti Ultra F95. Antirazzista Hypers 2001

FAN.TASTIC FEMALES – FOOTBALL HER.STORY

“Fan.Tastic Females – Football Her.Story” Multimediale Wanderausstellung vom 15. bis 23. August in Düsseldorf Das lange Warten hat ein Ende! F95.Antirazzista holt mit freundlicher Unterstützung der Landeshauptstadt Düsseldorf, Fortuna Düsseldorf und dem Fanprojekt Düsseldorf die DIY-Ausstellung “Fan.Tastic Females – Football Her.Story” vom 15. bis 23.08.2019 endlich in die schönste Stadt am Rhein. Nach der feierlichen Eröffnung mit Altbierempfang und hohem Besuch am 15.08. um 18:30 Uhr im Foyer der VHS Düsseldorf wird die Ausstellung dort unter der Woche täglich von 10-20 Uhr bzw. am 20.08. von 10-18 Uhr zu sehen sein, am Wochenende bis 15 Uhr. Ihr findet uns direkt am hinteren Ausgang des Hauptbahnhofs, Bertha-von-Suttner-Platz 1, der Zugang ist barrierefrei.