Stellungnahme zur aktuellen Situation von Fortuna Düsseldorf

 

Wer als (aktiver) Fan in den letzten Wochen und Monaten die aktuelle Lage im Verein verfolgt hat, ist wahrscheinlich zu der Erkenntnis gelangt, dass nicht nur sportlich, sondern insbesondere vereinsintern Einiges falsch läuft. Um es noch etwas deutlicher auszudrücken: Vorstand und Aufsichtsrat befinden sich seit Monaten in einem kaum noch tragfähigen Zustand.

Der Tiefpunkt dieser Entwicklung zeichnete sich zuletzt mit dem Verhalten des Vereins bei der Bild-Aktion ab, aus welchem ein noch nie dagewesener Bruch mit der gesamten aktiven Fanszene resultierte.

Doch es sollte klar sein, dass die Bild-Aktion nur das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Es ist ein offenes Geheimnis, dass seit Monaten Grabenkämpfe zwischen den Vereinsgremien und zwischen Einzelpersonen stattfinden. Außerdem ist zu beobachten, dass der Vorstand sich immer weiter von Vereins- und Faninteressen entfernt, und sich stattdessen der DFL, dem DFB und jeglicher Art von Presse anbiedert. Wir haben wiederholt auf diese Vorfälle aufmerksam gemacht.

Ein Teil des Aufsichtsrats intervenierte zuletzt erstmals öffentlich gegen das Verhalten des Vorstandes. Dies mündete in der Freistellung des Vorstandsvorsitzenden Dirk Kall. Damit ist das Problem jedoch nicht gelöst

Der Finanzvorstand Paul Jäger, der seit 26 Jahren in führenden Positionen im Verein tätig ist, hat sich in den letzten Jahren immer weiter von dem entfernt, was Fortuna einmal ausgemacht hat. Angefangen damit, dass Jäger bereits seit Jahren immer wieder gegen die aktive Fanszene schießt. Nur ein Beispiel dafür waren Jägers Worte nach dem Pokalspiel in Offenbach 2012, als die aktive Fanszene aufgrund des DFL-Sicherheitspapiers, nicht supportete: „Dieses Pack will ich wirklich nicht mehr sehen!“ „Wem das nicht passt, der kann zu mir kommen, seine Dauerkarte zurückgeben und erhält sein Geld zurück. Sollen sie doch Platz machen für andere, die Fortuna unterstützen.“ Auch wenn es im Anschluss daran Rechtfertigungen gab und vermeintliche Ruhe einkehrte, zeichneten sich erste Risse ab. Zuletzt zeigte er ein ähnlich ignorantes Verhalten bei der Diskussion um Spieltagsterminierungen und bei der Bild-Aktion. Ging es ihm im bei den Spieltagsansetzungen noch um die vermeintliche „Solidargemeinschaft der Profiklubs“, so war dies bei der Diskussion um die Bild-Aktion hinfällig. Denn es wurde nicht, im Sinne einer wahren Solidargemeinschaft, der Schritt des FC St. Pauli unterstützt und gleichzeitig ein wahres Zeichen zur Willkommenskultur gesetzt, sondern der Vorstand versuchte mit einer haarsträubenden Stellungnahme die Teilnahme an der „Wir helfen Aktion“ sogar noch als moralisch besser dastehen zu lassen. Da Dirk Kall in seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender von Fortuna Düsseldorf sich nicht als führungskompetent erwiesen hat und oftmals Meinungen anderer folgte, ist es auch hier naheliegend, dass ein anderes, zu dem Zeitpunkt anwesendes Vorstandsmitglied, maßgeblich für diese Entscheidung verantwortlich ist!

Doch Paul Jäger schadet auch auf andere Weise unserem Verein. In der vorletzten Saison wurde Cheftrainer Mike Büskens von Jäger auf unprofessionellste Weise öffentlich demontiert und die Wiedereinsetzung Norbert Meiers gefordert. Dies kostete ihn damals schon, völlig zurecht, den Posten als Vorstandsvorsitzender. Zudem drückte er vor nicht allzu langer Zeit seine Bewunderung für Investoren wie Dietmar Hopp aus und positionierte sich offen für die Suche nach sogenannten „strategischen Partnern“ – was letztlich auch auf eine Ausgliederung der Profiabteilung aus dem Verein hinauslaufen könnte. Jägers Ansichten stehen somit im Widerspruch zu den Interessen und Werten des Vereins und seiner Mitglieder, die diese Option immer wieder mehrheitlich ausgeschlossen haben.

Irritiert stellten wir nun in den letzten Tagen fest, dass sich Paul Jäger in der Öffentlichkeit nun als zukünftigen Vorstandsvorsitzenden ins Gespräch bringt. Die Schuld für den status quo gibt er lieber einem, nach seiner Sichtweise „völlig fehlbesetzten Aufsichtsrat“. Der banale Verweis in diesem Zusammenhang auf sein „großes Netzwerk“ manifestiert seinen Machtanspruch und ist eine Drohung zugleich.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Lage sehen wir es als fatalen Fehler an, wenn Jägers Ansprüchen stattgegeben wird. Dies würde den Verein langfristig auf eine Bahn führen, die unserem Verein Fortuna Düsseldorf schadet. Diese Entwicklung gilt es schnellstmöglich zu stoppen. Als ersten Schritt rufen wir darum alle Fortunamitglieder auf, zur diesjährigen Mitgliederversammlung am 21.10. zu gehen und dort dem Aufsichtsrat deutlich zu machen, dass Paul Jäger als Vorstandsmitglied, und erst recht als Vorstandsvorsitzender keine Option sein darf!

Der Verein ist wichtig, nichts Anderes! Nicht Kall, nicht Jäger, nicht Wir. Wir sind alle sterblich, der Verein wird uns alle überleben!

 

Alarmstufe Rot
Angry Youth
Azzuro Düsseldorf
Bukkake Crew Düsseldorf
Dangermouth
Dissidenti Ultra
Division West
F95.Antirazzista

Gerresheimer Löwen
Hypers 2001
LBF 99
Ninos Locos
Meerbusch Bonzen
Soul City
Squadra Unterrath
Ultras Düsseldorf 2000
Unterste Schublade Düsseldorf

 

Kein Deal mit geistigen Brandstifter*innen – Bild isn’t welcome!

Gestern Nachmittag hat Fortuna Düsseldorf Stellung zu der Kampagne “Wir helfen“ der BILD-Zeitung beim kommenden Spieltag genommen und lässt dabei unter anderem verlauten:

„Damit unterstreichen wir, dass wir uns unserer sozialen Verantwortung mehr als bewusst sind und dies in zahlreichen Projekten und Aktivitäten regelmäßig leben.“

Dass sich der Vorstand von Fortuna Düsseldorf seiner gesellschaftlichen Verantwortung jedoch anscheinend nicht bewusst ist, zeigt er mit diesem Statement, denn schon in den 1990er Jahren war die Bild-Zeitung maßgeblich an der Hetze gegen Geflüchtete beteiligt, hat mit geistiger Brandstiftung massiv dazu beigetragen, dass Rassist*innen Pogrome u.a. in Rostock-Lichtenhagen verüben konnten. Es ist kaum in Worte zu fassen wie Kai Diekmann und die BILD-Zeitung erneut zu dieser Stimmung beigetragen haben. Sie haben jedoch aus den letzten 20 Jahren gelernt, denn nun versucht die BILD-Zeitung ihr Image aufzupolieren mit einer plakativen Aktion. Unkritisch reiht sich der Vorstand, trotz der massiven Kritik der Fanszene und Anhänger*Innen, nun ein in diese manipulative Kampagne.

Die Behauptung am Ende der Stellungnahme

“Wir möchten allerdings in dieser Frage nicht unser Profil als Verein auf Kosten der Flüchtlingshilfe schärfen. Wir als Vorstand stehen bei aller berechtigter Kritik am Vorgehen einer Boulevard-Zeitung für die Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen – Flüchtlingshilfe zählt mehr als ein Boykott.“

ist eine Farce, denn ein Boykott der Imagekampage einer ekelhaften Boulevardzeitung würde keinesfalls auf Kosten der Flüchtlingshilfe geschehen. Bisher haben Vereine wie St. Pauli, Union Berlin und der 1. FC Nürnberg vorgemacht, dass Geflüchteten geholfen werden kann, ohne diesen Schriftzug auf dem Ärmel zu tragen.

Um so positiver war es für uns, dass sich der Verein in jüngster Zeit, auch ohne die Fanszene, verstärkt dem Thema annahm, denn natürlich geht es einzig und allein um die Hilfe und nicht die Helfenden. Wir fragen uns, warum der Vorstand sich nicht traut die geistigen Brandstifter*innen der aktuellen Pogromstimmung als solche zu benennen und ihnen nicht noch die Legitimation zu verschaffen ihr Image aufzupolieren. Das der Vorstand sich nun klar gegen eine Vielzahl der Fortuna-Anhänger*innen, der Fanszene und Mitglieder gestellt hat ist ein klares Signal. Wir fordern den Vorstand hiermit unverzüglich auf die Stellungnahme schnellstmöglich zu korrigieren, auf die Forderungen der Fans und Mitglieder einzugehen.

Dissidenti Ultra
Hypers 2001
Dangermouth Football Crew
F95.Antirazzista

Hier dokumentieren wir nur ein paar Titelseiten der BILD-Zeitung, die zu der aktuellen Pogromstimmung beigetragen haben:

Dissidenti_Bildsammlung

 

 

 

Dügida entgegen stellen!

Es ist wieder so weit. Das rassistische Bündnis von Dügida versucht sich in unser Stadt breit zu machen und ihre menschenverachtenden Ideologien zu verbreiten. Bereits das ganze Jahr wird fast täglich ein Brandanschlag auf Flüchtlingsheime verübt. Die Bewegungen rund um „Pegida“, „Hogesa“ und sonstige verblödete „besorgte Bürger“ haben im letzten Jahr zur größten Welle von Rassismus und Gewalt seit der Wiedervereinigung beigetragen.
Gleichzeitig flüchten jeden Tag mehr Menschen vor den ausufernden Auswirkungen von Krieg, Verfolgung und Armut. Während die benötigte Hilfe größer ist denn je, haben sich diese Bewegungen die „Verteidigung des Abendlandes“ auf die Fahnen geschrieben. Doch wir wissen: Rassismus ist kein Phänomen „rechter Randgruppen“! Er kann in allen Teilen der Gesellschaft gleichermaßen auftreten und gehört als solcher entlarvt, ob auf der Strasse, in der Kneipe oder im Stadion! Das Bündnis von Dügida macht es uns dabei besonders einfach. Neben ihrer eigenen offensichtlich rassistischen Einstellung, waren ihre Demonstration immer wieder besucht von Neonazis aus ganz NRW.
Wir dürfen das nicht weiter zulassen! Wenn ihr nicht nach Bochum fahrt, dann kommt am 18.09.2015 um 18 Uhr vor dem Hauptbahnhof und stellt euch dem rechten Mob entgegen! Hass und Rassismus darf nicht nur in Düsseldorf, sondern nirgendwo keinen Platz haben!

Dissidenti Ultra

Refugees welcome – BILD isn’t!

 

„Wir helfen“ – mit diesem Patch sollen am Wochenende alle Vereine der 1. und 2. Bundesliga auflaufen.
Doch wem wird damit geholfen? Hauptsächlich einem Hetzblatt, dem für die Auflage nichts zu schade ist. Auch nicht, die Ängste vor eben jenen Flüchtlingen zu schüren, denen man jetzt helfen will.

Hilfsbereitschaft braucht kein Markensymbol, erst recht nicht das der BILD-„Zeitung“.

Dass dieser Spuk kein Zwang ist, stellt der FC St. Pauli unter Beweis.

Daher fordern wir als aktive Fanszene Düsseldorf den Vorstand unseres Vereins auf, sich nicht als Werbeträger für populistische Meinungsmacher herzugeben und sich dieser Aktion ebenfalls zu verweigern.

 

Alarmstufe Rot

Alte Garde Düsseldorf

Angry Youth

Arbeitskreis Fanarbeit

Azzuro Düsseldorf

Bukkake Crew Düsseldorf

Chaoten Ultras

Dangermouth Football Crew

Dissidenti Ultra

Division West

F95.Antirazzista

Hacke Rot-Weiß

Hypers 2001

Lost Boyz Flingern

Meerbusch Bonzen

Ninos Locos

Red Fire

Soul City

Squadra Unterrath

Supporters Club Düsseldorf

Ultras Düsseldorf 2000

Unterste Schublade Düsseldorf

Umbrella Service Crew

WarmUp95

40 Räuber

40625 Crew

 

 

 

Aufruf Spontandemonstration

Kommt zur Demo um 18 Uhr am Düsseldorfer Hauptbahnhof!

Beendet die Grenzkontrollen an den deutschen Grenzen – Refugees Welcome!

Gestern hat die deutsche Bundesregierung wieder Grenzkontrollen zur Abwehr von Menschen auf der Flucht eingeführt. Dies stellt die konsequente Fortsetzung der deutschen Abschottungspolitik gegenüber Geflüchteten dar, die schon zu zehntausenden Toten im Mittelmeer führte. In den letzten Wochen hat sich die Zahl der Schutzsuchenden an den unmittelbaren Grenzen Deutschlands so vervielfacht, dass die Dublin 2 Verordnung kurzzeitig keine Anwendung mehr fand. Die viel gelobte Hilfe durch Bereitstellung von Zügen in der vergangenen Wochen, entpuppt sich durch die Wiedereinführung von Grenzkontrollen einmal mehr als Alibi Reaktion des deutschen Staates. Nun setzt die Bundesregierung ihre konsequente Abschottungspolitik fort, in dem sie das Schengen Abkommen nutzt, um die relativ offenen Grenzen innerhalb der Europäischen Union wieder zu schließen.

Diesen Zustand wollen wir nicht hinnehmen und rufen zur Demonstration um 18 Uhr am Düsseldorfer Hauptbahnhof auf!

Wir wollen, dass Menschen sich ihren Wohnort frei wählen dürfen und Menschen auf der Flucht endlich den Schutz bekommen, der ihnen zusteht. Die Unterstützung in den vergangenen Monaten und insbesondere der letzten Wochen hat gezeigt, dass eine offene Gesellschaft möglich ist!

Weg mit Dublin II – Für ein Ende der europäischen Abschottungspolitik!
Grenzen auf – Bewegungsfreiheit für alle Menschen – Refugees Welcome!

DFL, habt ihr nen‘ Knall?

 

Es ist Mittwoch, 02.09.2015: die DFL veröffentlicht die kommenden Terminierungen für die Spieltage 10 – 17. Wir haben schon zahlreiche Montagsspiele erleben dürfen, Freitags wurden wir auch selten geschont. Am Wochenende gibt es seit geraumer Zeit kaum Tage, an denen wir ins Stadion fahren. Ist es bei Pokalspielen durchaus mal etwas schönes, bei Flutlichtatmosphäre das Spiel zu sehen, so stellen Ligaspiele zunehmend eine Belastung, nicht nur für uns selbst, dar. Während die Terminierung der DFL zum Teil Sicherheitsinteressen berücksichtigt, wird keine Rücksicht auf die Wegdistanz zu den Gast(geber)vereinen genommen. So spielen in der Regel an Wochentagen Vereine bei uns, deren Weg meistens die 300 km – Grenze überschreitet. Ein gutes Beispiel ist Greuther Fürth, nicht umsonst hing in den vergangenen Jahren immer eine Zaunfahne im Gästeblock, die deutlich macht, wofür nahezu alle Fanszenen, insbesondere in der zweiten Liga stehen: „Gegen Spieltermine unter der Woche“.

Den Funktionär_innen bei der DFL, bei Sky, Sport 1 und co. muss sicher nicht erklärt werden, dass die meisten Menschen unter der Woche arbeiten, dass ein Freitagsspiel gut und gerne mal einen halben bis ganzen Tag Urlaub kostet und ein Montagsspiel im schlimmsten Fall gar zwei Urlaubstage. Ebenfalls sind wir uns im Klaren darüber, warum eben jene die Spieltage zerstückeln. Es handelt sich um Unternehmen, Institutionen, um einen wirtschaftlichen Zweig wie jeden Anderen auch. Forderungen der Fans, die zu Zehntausenden an den Spieltagen ins Stadion strömen, werden nicht ernst genommen. Die Vereine in der Bundesrepublik scheinen bisher nicht bemüht, sich den Forderungen der Fans anzuschließen oder DFL und co. gar in der Öffentlichkeit für die Anstoßzeiten zu kritisieren. Die Verluste bei den Zuschauereinnahmen sollen durch erhöhte Fernsehgelder ausgeglichen werden. Ob das bei unserer Fortuna tatsächlich funktioniert ist in Frage zu stellen, wenn wir auf die Terminierungen der vergangenen Jahre schauen.

Der Spagat zwischen Faninteressen, wirtschaftlichen Faktoren der Vereine, Institutionen und Fernsehsendern ist kein leichter, weder für uns noch für alle anderen Genannten. Das Problem ist jedoch, dass die Grenzen des zumutbaren längst überschritten sind. Ein Montagsspiel in der 1. Bundesliga soll eingeführt werden, die 2. Bundesliga ist komplett zerstückelt und wenn uns der Weg an einem Freitagabend in das letzte Kaff führt, dann ist unsere Laune schon vor dem Spiel dementsprechend. Wir fahren unserer Fortuna trotzdem hinterher, müssen uns aber die Frage stellen, ob die Art des aktuellen Protestes angemessen ist. Wir müssen uns fragen, wie wir es erreichen, eine weitere Zerstückelung aufzuhalten. Wie wir neue Anstoßzeiten erzwingen können, damit sich unser Fanleben dauerhaft wieder positiver gestalten lässt.

Aus aktuellem Anlass: Hört nicht auf die Lippenbekenntnisse der DFL, sondern denkt daran, dass die langfristige Planung das genaue Gegenteil, nämlich die weitere Zerstückelung des Spieltags, vorsieht!

Es gibt vielfältige Möglichkeiten, Protest öffentlichkeitswirksam auf die Beine zu stellen. Zunächst liegt es an uns, den Fans, die Öffentlichkeit zu erreichen; dazu müssen sich alle Stadionzuschauer_innen aktiv beteiligen. Bei einem breiten Protest können weder Journalist_innen, Institutionen noch die Fernsehsender die Augen vor der Problematik verschließen. Dabei müssen wir nicht nur den öffentlichen Druck erhöhen, um wirtschaftliche Einbußen für DFL, Sky und Sport 1 zu erzwingen, sondern auch als kompetente Ansprechpartner_innen zur Verfügung stehen. Es ist notwendig, unseren Gegnern, in diesem Fall DFL, Sky und Sport 1, klar zu machen, dass ihre Einnahmen auch von uns abhängig sind. Als Kunde eines Abonnement möchte ich mit schönen Bildern gefüttert werden, die Emotionen live vor dem Fernseher mitbekommen. In gewisser Weise funktioniert das nun mal, nicht umsonst haben so viele Menschen ein Abo bei Sky, und schauen regelmäßig die Montagsspiele bei Sport 1.

In der aktuellen Situation unserer Fortuna ist ein Boykott keine ansprechende Lösung, denn das gesamte Team braucht unsere Unterstützung. Es wird im nächsten Spiel unausweichlich sein, endlich wieder einen Auftritt zu zeigen, der an vergangene Zeiten anknüpft. Es ist das „Jetzt erst Recht!“-Gefühl, was wir brauchen, und was uns über Jahre hinweg in einen Höhenflug gebracht hat.

Wir rufen dazu auf, euch an einem wirksamen Protest zu beteiligen: malt Plakate, Spruchbänder, schickt eure Botschaften gen Spielfeld, seid kreativ und einfallsreich.

Führt euch vor Augen, dass die Kamera immer dahin gerichtet ist, wo sich der Ball gerade befindet. Nutzt diese Gelegenheiten und äußert euren Protest. Lasst uns darauf aufmerksam machen, dass diese Anstoßzeiten für uns und für den Verein Fortuna Düsseldorf nicht hinnehmbar sind!

Hiermit fordern wir auch den Vorstand auf, endlich klar, deutlich und vor allem öffentlich Stellung zu beziehen. Nach unserem letzten Spiel in Nürnberg war das Lob für unsere Unterstützung groß. Es soll ein Zusammenhalt gelebt werden; dies ist jedoch nur beidseitig möglich! Öffentliche Kritik ist vollkommen legitim, in jedem Wirtschaftszweig normal und gerade beim Fußball umso dringender notwendig. Wir haben die Möglichkeit, durch die Empörung, die gerade spürbar ist, das Thema wieder in den Fokus zu rücken, in den es gehört.

Wie es auch auf unserer Fahne steht, fordern wir fangerechte Anstoßzeiten, einen fairen Umgang, sowie einen angemessenen Dialog und die Mitbestimmung, die uns zusteht!

 

Dissidenti Ultra

 

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